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    Die Käfigausstattung Teil 2

    Von admin | 29.Januar 2008

    Futternäpfe

    Hier kann man zwischen so genannten geschlossenen Futterautomaten oder offenen Näpfen wählen.

    Futterautomaten haben den Vorteil, dass kein Schmutz ins Futter gelangen kann. Andererseits müssen diese Automaten aber auch regelmäßig kontrolliert werden, weil sie oft von leeren Spelzen (sozusagen die äußere Körnerhülle) verstopfen und das Futter nicht nachrutschen kann. Hier besteht die Gefahr, dass die Vögel vor vollem Futterautomaten verhungern.

    Die Futterautomaten gibt es in ähnlicher Weise auch als Wasserbehälter. Diese Wasserautomaten sind empfehlenswert, weil hier das Wasser vor Verschmutzungen bewahrt wird und im Gegensatz zum Futterautomaten auch nicht die Gefahr der Verstopfung besteht.

    Die offenen Futternäpfchen entsprechen dem normalen Fressverhalten des Wellensittichs am ehesten. Sie sollten so im Käfig angebracht werden, dass kein Kot hineinfallen kann (gilt natürlich auch für alle Näpfe, die im Käfig sind). Bei offenen Näpfen müssen die Spelzen täglich entfernt werden.

    Die Anzahl der Näpfe im Käfig sollte sich an der Anzahl der im Käfig wohnenden Vögel orientieren. Pro Vogel sollte je ein Napf für Wasser und Futter vorhanden sein. Wellensittiche sind Schwarmvögel, die gerne alles gemeinsam machen. Fängt also ein Vogel an, zu fressen, wird der zweite das auch bald machen und wenn dann nicht genügend Näpfchen da sind, kann es unter Umständen zu üblen Zankereien kommen.

     

    Der Käfigboden

    Dieser wird mit einer ausreichenden Menge Vogelsand bestreut (ca. 1 cm Höhe). Um sich selber die Reinigung zu erleichtern, kann man den Käfigboden vorher mit Zeitungspapier bedecken und dann den Sand darüber geben. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Papier nicht unter dem Sand hervorschaut und der Vogel die Möglichkeit hat, am Papier zu knabbern und es zu verschlucken. Das Papier kann bei übermäßiger Aufnahme Verstopfungen im Kropf und Störungen des Verdauungstraktes verursachen.

    Auf so genanntes Sandpapier, wie es leider immer noch im Zoofachhandel angeboten wird, sollte man auf jeden Fall verzichten. Der darauf angebrachte Sand kann vom Vogel oft nicht ausreichend abgeknabbert werden und der Vogel nimmt mit dem Sand meist auch von dem Karton auf, was dann wieder zu Erkrankungen führen kann. Die Sandteppiche sind im Übrigen auch für die Fußgesundheit des Vogels nicht angenehm (s. Sandpapierröllchen für Sitzstangen).

    Der Vogelsand muss regelmäßig (mindestens einmal in der Woche!) gewechselt werden.

    Es gibt Vögel, die vom Käfigboden keinen Sand aufnehmen möchten. In solchen Fällen sollte man den Vogelsand in einem Extranäpfchen anbieten.

    Die im Handel angebotenen Sandsorten enthalten Grit (kleine Steinchen) und je nach Qualität des Sands kleine Muscheln. Um Vogelsand auf zu werten, kann man auch Extra- Grit im Zoogeschäft kaufen und dieses dann in Maßen über den Sand streuen.

    Wozu braucht der Wellensittich Vogelsand? Der Verdauungstrakt dieser kleinen Papageien hat einen besonderen Aufbau. Nach der Aufnahme des Futters durch den Schnabel findet eine minimale Vorverdauung des Futters im Kropf statt. Durch die Speiseröhre gelangt das Futter dann zunächst in den Muskelmagen. Wie der Name schon sagt, besteht dieser Teil des Magens aus besonders starken Muskeln, die besonders beschichtet sind. Das Futter wird hier wie zwischen zwei Mahlsteinen zermahlen. An den Muskelmagen schließt sich der Drüsenmagen an, hier werden die Körner nicht mechanisch, sondern enzymatisch verdaut. An den Drüsenmagen schließt sich dann der Darmtrakt an. Auf die Besonderheiten des Darmtraktes soll an anderer Stelle eingegangen werden.

    Damit die Körner im Muskelmagen zermahlen werden können, benötigt der Vogel die kleinen Steinchen, die im Vogelsand enthalten sind. Hat der Wellensittich keine Möglichkeit, an Vogelsand zu gelangen, kann es zu ernsthaften und schwerwiegenden Verdauungsstörungen kommen.

     

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