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    Was man bei der Wahl des Vogelkäfigs beachten sollte (Teil 1)

    Von admin | 24.Januar 2008

    Was man bei der Wahl des Vogelkäfigs beachten sollte (Teil 1)Generell gilt: Einen zu großen Vogelkäfig gibt es nicht. Auf ihre Wohnungsgröße bezogen, natürlich schon, was aber das Platzbedürfnis des Vogels betrifft, so kann der Käfig nicht groß genug sein.Da Wellensittiche gerne auch mal klettern, sollte der Käfig nicht nur Längs-, sondern auch Querstreben haben. Im Fachgeschäft wird man dem interessierten Käufer sicher gerne eine geeignete Auswahl zeigen. Wenn möglich, sollte das Käfiggitter nicht beschichtet sein. Papageienartige Vögel (dazu gehören Wellensittiche!) haben einen ausgeprägten Knabbertrieb und knabbern die Beschichtung  unter Umständen ab. Das ist nicht nur optisch unschön, sondern kann für den Vogel auch gefährlich werden, sollte die Beschichtung aus für den Vogel giftigen Materialien bestehen (sollte eigentlich nicht sein).SitzstangenAm allerbesten für die Fußgesundheit des Vogels sind Naturäste. Die raue Oberfläche sorgt dafür, dass die ständig nachwachsenden Krallen des Vogels abgenutzt werden. Die Rinde der Äste wird von vielen Vögeln gerne abgenagt. Das sorgt für Beschäftigung und lenkt den Knabbertrieb von Einrichtungsgegenständen in der Wohnung auf unverfängliche und leicht ersetzbare Teile im Käfig. Mittlerweile bieten einige Zoogeschäfte Naturäste an. Geeignete Baumarten: Weide, Pappel, Holunder, Haselnuss und Obstbäume ( ungespritzt). Man sollte darauf achten, dass die Äste unterschiedliche Durchmesser haben, dadurch macht der Vogel sozusagen ständig Zehengymnastik. Plastikstangen sind gar nicht geeignet und sollten nur in Ausnahmefällen (in Kombination mit Naturästen) verwendet werden. Bedingt geeignet sind die Holzsitzstangen, die sich bereits beim Kauf im Käfig befinden. Sie sind sehr hart und meistens von gleichförmigem Durchmesser, so dass der Vogel seine Füße dauernd in der gleichen Position hält.Warum ist die Auswahl der Sitzstangen so wichtig?- Man muss sich vorstellen, dass der Ziervogel beinahe sein gesamtes Leben auf den Beinen verbringt. Durch einseitige Belastung kann es hier zu sehr schmerzhaften Ballengeschwüren (Geschwüre unter dem Fuß) kommen. Diese Geschwüre sind für den Vogel nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern auch schwierig zu behandeln. Die Entwicklung von Ballengeschwüren wird nicht nur durch falsche Sitzstangen, sondern auch durch Übergewicht des Vogels begünstigt.Wenn die Gefahr besteht, dass der Vogel ein Ballengeschwür entwickelt, hilft es manchmal schon, die Sitzstangen abzupolstern. Das kann mit Hilfe eines Mullverbandes geschehen, der um die Sitzstange gewickelt und sorgfältig mit Leukoplast abgeklebt wird.Ganz abzulehnen sind Überzüge für die Sitzstangen, die aus Sandpapier bestehen und der Abnutzung der Krallen dienen sollen.  Leider gibt es diese Produkte immer noch auch im Zoofachhandel. Wenn man sich den Einsatz eines solchen Sandpapiers beim Menschen vorstellt, würde das bedeuten, dass wir den ganzen Tag barfuss auf Schmirgelpapier gehen müssten. Kein sehr angenehmer Gedanke oder?

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